Siedlungsgebiet

Auch in Städten und Dörfern kann Regenwasser meist noch besser genutzt und zurückgehalten werden. Ziel ist es, Wasser möglichst vor Ort zu speichern oder versickern zu lassen, statt es schnell abzuleiten.

Im Siedlungsbereich können verschiedenste Maßnahmen dazu beitragen, Regenwasser vor Ort zu speichern und versickern zu lassen. Beispiele sind Dach- und Fassadenbegrünungen, die Nutzung von Regenwasser durch Zisternen oder Regentonnen sowie die Anlage von Versickerungsflächen oder Mulden sind nur einige wenige Beispiele. Auch die Entsiegelung von Flächen, etwa durch wasserdurchlässige Pflastersteine oder Grünflächen, trägt zu einem besseren Regenwassermanagement bei. Positive Nebeneffekte dieser Maßnahmen sind die Steigerung der Biodiversität und der Hitzeschutz. Vor allem in Ballungsgebieten mit viel versiegelter Fläche, ist die Erwärmung in den Sommermonaten für jeden spürbar. Durch die Verdunstung und Verschattung die meist mit den Schwammmaßnahmen einhergeht, wird hier gegengesteuert. 

 

Was Einzelpersonen tun können

  • Regentonnen oder Zisternen installieren
  • versiegelte Flächen reduzieren
  • wasserdurchlässige Bodenbeläge verwenden
  • Dach- oder Fassadenbegrünung anlegen

Wasser bei Trockenheit optimal nutzen – Strategien für den eigenen Garten

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe der Schwammregion stand am 18. Juni im Vereinsheim der Hubertus-Schützen Adelsried ein hochaktuelles Thema im Mittelpunkt: „Wasser bei Trockenheit optimal nutzen – Strategien für den eigenen Garten“. Angesichts der zunehmend häufigeren Trockenperioden und Starkregenereignisse gewinnt der nachhaltige Umgang mit Wasser immer mehr an Bedeutung. Rund 30 interessierte Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung. 

Als Referent konnte mit Benedikt Weidner, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Augsburg, ein ausgewiesener Fachmann gewonnen werden. Mit seiner lockeren und praxisnahen Art vermittelte er anschaulich, wie Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer Wasser effizient nutzen und gleichzeitig ihren Garten widerstandsfähiger gegenüber Trockenheit gestalten können.

Im Vortrag wurden verschiedene Möglichkeiten vorgestellt, den Wasserverbrauch im Garten zu reduzieren. Dazu gehörten unter anderem wassersparende Rasenalternativen, die Gestaltung von Stauden- und Gehölzrändern, extensive Dachbegrünungen sowie moderne Bewässerungssysteme. Auch die richtige Gießtechnik, der optimale Zeitpunkt zum Bewässern und das Mulchen wurden als wirksame Maßnahmen zur Wassereinsparung erläutert. Entscheidend bleibt jedoch die Auswahl standortgerechter Pflanzen, die an die jeweiligen Bedingungen im Garten angepasst sind.

Der Vortrag zeigte eindrucksvoll, dass jeder Garten einen Beitrag zu einem nachhaltigen Umgang mit Wasser leisten kann und damit die Region insgesamt widerstandsfähiger gegenüber den Herausforderungen des Klimawandels wird.

Wer Unterstützung oder fachlichen Rat rund um das Thema Garten benötigt, kann sich an Herrn Weidner (Mail: benedikt.weidner@lra-a.bayern.de) wenden. Er bietet nach Terminvereinbarung eine kostenlose Gartensprechstunde an.

Weitere Informationen und hilfreiche Tipps finden Interessierte unter:

Unsere Ausstellung zur Wassersensiblen Gartengestaltung 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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