Schwammregion
Im Städtischen wird bereits seit längerem die „Schwammstadt“ diskutiert: Damit versteht man ein Gesamtkonzept, um Versickerung und Speicherung von Niederschlagswasser durch unterschiedliche Maßnahmen zu verbessern. Ziel ist eine resilientere Stadt in Zeiten des Klimawandels. Schwerpunkt ist es in unterschiedlichster Weise genügend Wasser vor Ort zu speicher beispielsweise für Pflanzen. Durch ein solches Gesamtkonzept soll der Funktionsweise des natürlichen Wasserkreislaufs wieder nähergekommen werden.
Was ist eine Schwammregion?
Mit der Schwammregion sollen diese Ansätze auf den ländlichen Raum übertragen werden. Hier finden sich neben den Siedlungen mit den Wäldern und Feldern viele weitere Ansätze und Problemstellungen. Die Region soll in der Fähigkeit gestärkt werden, Wasser wie ein „Schwamm“ aufnehmen zu können. Dies dient dazu, die Folgen des Klimawandels abzumildern. Gleichzeitig können Effekte im Hochwasserschutz, der Biodiversitätsförderung und dem Hitzeschutz erzielt werden.
Als Pioniere des Wandels wollen wir die Erfahrungen der Schwammstädte nutzen und herausfinden, was zu unserem ländlichen Raum mit unseren Herausforderungen passt. Hochwasserprävention und Hitzeschutz gehen hier Hand in Hand auf dem Weg zu einem ausgewogenen Wasserkreislauf.
Die Interessensbereiche der Schwammregion Holzwinkel Altenmünster
Ob im Wald, auf landwirtschaftlichen Flächen, in der freien Landschaft oder im eigenen Garten – überall gibt es Möglichkeiten, Wasser länger in der Landschaft zu halten. Die Schwammregion zeigt verschiedene Handlungsfelder auf, in denen Maßnahmen umgesetzt und Ideen entwickelt werden können, um Hochwasser zu reduzieren und Wasser nachhaltig zu speichern.
Näheres zu den einzelnen Interessensfeldern unter den jeweiligen Reitern oder in unserem Flyer.
Startschuss für die Schwammregion Holzwinkel-Altenmünster
Im Rahmen eines Modellvorhabens des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus (StMELF) wurde die Region Holzwinkel-Altenmünster als eine von zehn Schwammregionen in Bayern ausgewählt.
Im Fokus der Schwammregion liegen die Bereiche Bodenschutz, Verbesserung der Speicherfähigkeit von Wasser in Boden und Landschaft sowie dem Rückhalt von Wasser bei Starkregen oder Hochwasser und der Umgang mit Wasser im Generellen. Damit soll die Widerstandsfähigkeit der Region im Bereich Klimaanpassung gestärkt werden. Das Projekt verfolgt somit auch die Ziele der interkommunalen Zusammenarbeit und trägt dazu bei, das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK) der Region Holzwinkel-Altenmünster umzusetzen. Als Teil der ILE Holzwinkel-Altenmünster ist die Schwammregion im interkommunalen Verein Entwicklungsforum Holzwinkel und Altenmünster e.V. angesiedelt und wird ebenfalls vom ALE Schwaben betreut.
Im Rahmen des Modellvorhabens fördert das StMELF für fünf Jahre Personal für die Begleitung und Umsetzung von Projekten und Maßnahmen im Themenfeld der Schwammregion Holzwinkel-Altenmünster. Im März 2025 fand der offizielle Auftakt des StMELFs statt. Mit dem Arbeitsbeginn von Frau Dr. Julia Tammer kann das Projekt Schwammregion nun auch in der Region Holzwinkel-Altenmünster starten – genau ein genau ein Jahr nach dem Starkregenereignis vom Juni 2024. Seit September 2025 Frau Anna Strobl im September 2025 die Arbeit angetreten hat, ist das Team komplett.

von lins: stellv. Vorsitzender Scheider, Frau Dr. Tammer, Frau Strobl, Regionalmanagerin Hummel, Vorsitzender Mair
Die Umsetzungsbegleiterinnen
Frau Tammer ist promovierte Biologin mit dem Schwerpunkt ökologische Zusammenhänge und Diversität, mit einer Leidenschaft für Gestaltung und ein Herz für Umweltbildung. Seit 2017 darf ich die Region Holzwinkel-Altenmünster meine Heimat nennen. Mit dem sich stetig verändernden Klima, nehmen auch Extrem-Witterungsereignisse, wie massiver Regen oder anhaltende Dürreperioden, weiter zu. Das bekam auch ich im Juni 2024 deutlich zu spüren. Hilflos musste ich dabei zusehen, wie ganze Existenzen Wort wörtlich den „Bach runter gehen“. Ein Umstand, der so nie wieder auftreten soll. Wir können gemeinsam etwas dagegen tun! Frau Tammer arbeitet in Teilzeit aus dem Büro des Entwicklungsforums im Rathaus Welden und ist Montag bis Donnerstag vormittags zu erreichen.
Frau Anna Strobl ist in der Landwirtschaft aufgewachsen. In Triesdorf absolvierte sie den Bachelor mit Schwerpunkt Agrarökonomie und später noch den Master Regionalmanagement. Bevor sie bei uns anfing, arbeitet sie im Regionalmanagement und in der Beratung zur Agrarinvestitionsförderung. Für das Projekt Schwammregion ist vor allem die Unterstützung der Landwirtschaft bei der Anpassung an das sich ändernde Klima und der Katastrophenschutz ihr ein Herzensthema. Zu erreichen ist Sie von Dienstag bis Donnerstag.
Umsetzungsbegleitung Schwammregion: Tel. 08293 / 699-22
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Anna Strobl Tel. 0170/9736611, Mail: entwicklungsforum-strobl(at)vg-welden.de |
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Dr. Julia Tammer Tel. 0170/9659567 Mail: entwicklungsforum-tammer(at)vg-welden.de |
Kickoff-Veranstaltung der Schwammregion Holzwinkel–Altenmünster:
Gemeinsamer Auftakt für eine klimaresiliente Zukunft
An diese konstruktive Atmosphäre der ersten Akteurs Veranstaltung knüpfte nun auch die Kickoff-Veranstaltung an, die offiziell den Startschuss für die Schwammregion Holzwinkel–Altenmünster markierte. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Fachbehörden, Verbänden folgten der Einladung und füllten den Abend mit Austausch, Vernetzung und fachlichen Einblicken.
Bereits ab 18:30 Uhr fanden sich die Gäste ein und nutzten die Gelegenheit zu ersten Gesprächen. Um 19:00 Uhr eröffnete Florian Mair die Veranstaltung und begrüßte die Teilnehmenden herzlich. Anschließend richteten Herr Kreye (Amt für Ländliche Entwicklung), Herr Heiß (Amt für Ernährung, Landwirtschaft Forsten und Tourismus) sowie Dr. Chmiel (Wasserwirtschaftsamt Donauwörth) ihre Grußworte an das Publikum und betonten dabei die Bedeutung der gemeinsamen Verantwortung für eine klimaangepasste Region.
Darauf folgte die Vorstellung der Schwammregion Holzwinkel–Altenmünster sowie der beiden Umsetzungsbegleiterinnen Anna Strobl und Dr. Julia Tammer, die künftig zentrale Ansprechpartnerinnen für geplante Maßnahmen und regionale Kooperationen sein werden.
Ein erster fachlicher Höhepunkt bildete der Impulsvortrag von Prof. Dr. Keck (Lehrstuhl für urbane Klimaresilienz der Universität Augsburg). Unter dem Titel „Von der Schwammstadt zur Schwammregion“ führte er in die Grundidee ein, wie Wissenschaft hier in der Praxis Einzug hält. Er betonte auf Basis von Erkenntnissen der Ahrtal-Katastrophe, dass das Handeln und Umsetzen was für die Schwammregion jetzt ansteht, wichtig ist für das Zusammengehörigkeitsgefühl in unserer Gesellschaft.
Daran anschließend widmete sich Dr. Lena Katharina Öttl in ihrem Vortrag „Schwammlandschaft – der Einfluss von Klima & Mensch auf den Wasserhaushalt von Landschaften“ den komplexen Wechselwirkungen zwischen Landnutzung, Klimawandel und unseren menschgemachten Eingriff in den Boden. Nur ein gesunder und intakter Boden kann als Schwamm wirken.
Den Abschluss bildete der Programmpunkt „Quellen der Zusammenarbeit“. Mehrere Ämter, Interessensvertretungen und Institutionen präsentierten sich mit kleinen Infoständen. Bei Getränken und in lockerer Atmosphäre bot sich reichlich Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Ziel war es, frühzeitig direkte Kontakte zu knüpfen und damit eine gute Grundlage für die spätere Zusammenarbeit an Projekten der Schwammregion zu schaffen.
Die Kickoff-Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie groß das Interesse und das Engagement in der Region ist. Mit diesem starken Auftakt blickt die Schwammregion Holzwinkel–Altenmünster motiviert auf die kommenden Aufgaben – getragen von fachlicher Expertise, regionaler Vernetzung und der Bereitschaft, gemeinsam neue Wege für eine klimaresiliente Zukunft zu gehen.
Informationskanal auf Instagram
Über die Schwammregion wird regelmäßig in den Gemeindeblättern, der regionalen Zeitung sowie auf Facebook und Instagram berichtet. Über den QR Code gelangen Sie zu unserem informativen Instgram-Account schwammregion_ha:

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